MENDIG. Nach dem freiwilligen Rückzug aus der 2. Volleyball-Bundesliga Süd verzichtet der VC Eintracht Mendig auch auf sein Startrecht in der Regionalliga Südwest. Pünktlich zu dem Ende der gesetzten Frist am 30. Juni hat der frühere Bundesligist dem Staffelleiter Heiner Schößer schriftlich seine Absage übermittelt. Der Grund ist derselbe wie bei dem Verzicht auf die Zweitligateilnahme: Der VC bekommt keine Mannschaft zusammen.

„Es gibt keine neue Entwicklung im Personalbereich“, bestätigt Kurt Müller. Der Vorsitzende betont, „dass wir unsere Mittel nicht dafür verwenden, Spieler zu bezahlen, wir werden einen anderen, sinnvolleren Weg finden.“ Das bedeutet nicht, dass Mendig künftig nicht mehr im Spielbetrieb vertreten sein wird. Zeitnah werde geklärt, wie die Meldefristen für Oberliga und Landesliga seien, in der Verbandsliga Rheinland spielte zuletzt die zweite VCM-Mannschaft. Denkbar also, dass ein Konstrukt gefunden wird, dass die bisherigen Zweitligaspieler Manuel Handels und Mario Birk in die Nachwuchsarbeit im Spielbetrieb einbindet. „Mit beiden“, sagt Müller, „werden jetzt konkrete Gespräche geführt.“

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MENDIG. Ein nüchterner Siebenzeiler hat am 31. Mai die große Ära des Volleyball-Leistungssports in Mendig erst mal beendet – womöglich für immer. Eine E-Mail an die Deutsche Volleyball-Liga, adressiert an die für die 2. Bundesliga Süd zuständige DVL-Mitarbeiterin Viola Knospe, machte aus den Gerüchten der Vortage um 23.05 Uhr eine Tatsache: „Der VC Eintracht Mendig verzichtet auf seinen sportlich zustehenden Platz in der 2. Bundesliga Süd der Herren“, lautet der Kernsatz. Formuliert vom VCM-Vorsitzenden Kurt Müller, der sich im Anschluss noch für die „langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit“ bei der DVL bedankte und der „Entwicklung des Volleyballs im Leistungssportbereich“ künftig „die Daumen“ drückte.

Das wars, so lapidar können insgesamt 19 Jahre – acht im Oberhaus zwischen 1996 und 2005, elf seit 1990 in der 2. Liga Süd – in den Bundesligen zu Ende gehen. Dabei sah es in Müller ganz anders aus. Die Entscheidung des Klubs, die einstimmig durch alle Gremien gegangen war, verkündete der Mendiger Macher „sehr schweren Herzens“ und mit einer ganz gehörigen Portion Wehmut. Nach 44 Jahren steht der Volleyball in Mendig am Scheideweg – aber nicht vor dem Aus. „Wenn wir den Schock verdaut haben, machen wir weiter“, erklärt Müller. „In welcher Liga und mit welcher Intensität, ist noch offen.“ Realistisch erscheint ein Start in der Regionalliga, da der VC für die neue 3. Liga erst gar nicht gemeldet hatte.

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MENDIG. Am Donnerstagabend stand es fest: Der VC Eintracht Mendig zog seine Meldung für die 2. Bundesliga Süd zurück und zahlt dafür 3000 Euro Konventionalstrafe an die Deutsche Volleyball-Liga. Damit enden insgesamt 19 Jahre in den Bundesligen. Acht Spielzeiten absolvierte der Klub im Oberhaus zwischen 1996 und 2005, elf in der zweiten Liga – dort war Mendig erstmals 1990 aufgetaucht. 22 Jahre später macht der Verein womöglich in Liga vier weiter.

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MENDIG. Paukenschlag in Mendig: Bernd Werscheck verlässt den VC Eintracht zum Ende der Saison, mit dem Trainer geht auch sein Sohn und Zuspieler Tom-Julius. Der Volleyball-Lehrer stellt am heutigen Mittwoch sein Konzept beim Bundesligisten evivo Düren vor, der auf der Suche nach einem neuen Trainer ist. „Es ist ein sehr ambitioniertes, junges Konzept“, erklärt Bernd Werscheck im aktuellen RZ-Interview. „Ob Düren mir ein Angebot unterbreitet, weiß ich aber nicht.“

 

Letztmals wird Bernd Werscheck am 19. und 20. Mai für den Mendiger Volleyball tätig sein, bei der Deutschen Meisterschaft der U 20-Junioren in Salzgitter. Im vergangenen Jahr wurdedie von ihm trainierte Auswahl der Vulkan-Westerwald-Volleys Meisterhinzu kam der Titel in der zweiten Liga mit dem VC. Für Bernd Werscheck war es die beste Saison seiner zweiten Amtszeit in 

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MENDIG. Der VC Eintracht Mendig hat seine Meldung für die 2. Bundesliga Süd fristgerecht zum 2. Mai bei der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) eingereicht; zunächst malper Fax am heutigen Mittwoch, die Post mit den kompletten Unterlagen ist nun auf dem Weg nach Berlin. Eine Garantie über die dann fünfte Zweitligasaison in Folge ist damit noch nicht verbunden – bis zum 1. Juni könnte der VC unter Zahlung von 3000 Euro Konventionalstrafe(wobei der Fanclub einen Anteil übernehmen würdezurückziehen und in die Regionalliga gehen. Eine Meldung zur neuen 3. Liga kommt für die Mendiger nicht in Frage: „Wir sehen diese Liga mit Skepsis, schon die Differenz zwischen der Bundesliga und 2. Liga ist enorm – die dritte wäre doch nur eine regional breiter aufgestellte Regionalliga.“

 

Sagt Kurt Müller, der VC-Vorsitzende, der mit seinen Vorstandskollegen den einstimmigen Beschluss gefasst hat, das Projekt „Talentförderung in der 2. Bundesliga“ nicht zu stoppen.„Wir wollten vermeiden, dass die Tür endgültig zu ist, was bei einer Nicht-Meldung der Fall gewesen wäre“, so Müller. „Nun gilt es, die sportlichen Voraussetzungen zu schaffen.“ Denn – etwas überraschend – sind es in diesem Jahr nicht die Finanzen, die den Mendigern Sorgen bereiten. „Durch den Gewinn von drei Titeln 2011“, sagt der VC-Chef in Anspielung auf die Meisterschaft in der 2. Liga, bei den U 20-Junioren und die Wahl zur „Mannschaft des Jahres 2011“ in Rheinland-Pfalz, „sind wir mit sehr viel Vertrauen gesegnet – unsere Partner wollen unbedingt, dass wir weitermachen.“

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